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Was macht Stellenanzeigen erfolgreich? - In dieser Videoserie erfahren Sie, wie Sie Stellenanzeigen mit Magnetwirkung texten und gestalten

Sie möchten Stellenanzeigen und Stellenausschreibungen, mit der Sie die passenden Bewerber geradezu magnetisch anziehen? Dann sind Sie auf dieser Seite genau richtig. Sie bekommen in dieser Video-Serie Tipps, wie Sie klickstarke, erfolgreiche Stellenanzeigen erstellen. Sie erfahren, wie Sie die Texte Ihrer Stellenanzeigen ganz einfach optimieren können. Sie lernen, wie Sie aussagekräftige Verhaltensprofile Ihrer Wunschkandidaten erstellen. Sie lernen die entscheidenden Erfolgsfaktoren perfekter Stellenanzeigen kennen.

Das Geheimnis erfolgreicher Stellenanzeigen ... | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #1

Stellenanzeigen gehören zur der Textgattung, die beim Leser, also den potenziellen Bewerbern, typischerweise nicht gerade Begeisterungsstürme sorgt. Und wenn wir ehrlich sind, Stellenanzeigen gleichen sich doch wie ein Ei dem anderen.

Gut, der eine oder andere von Ihnen mag jetzt einwenden, der Firmenname ist doch anders und das Logo und die Anschrift und Sie hätten vielleicht auch das tollere Bild. Mag sein, aber das war’s doch dann auch.

Stellenanzeigen sind nicht in bewerberisch geschrieben, nehmen also nicht die Sichtweise der Bewerber ein. Stellenanzeigen beantworten auch nicht die Fragen, die sich Bewerber typischerweise stellen. Stellenanzeigen sind in Papageiensprache geschrieben, in Papageiendeutsch. Ein Personaler plappert nach, was er in anderen Stellenanzeigen gelesen hat. Kein Wunder also, dass Bewerber Stellenanzeigen als langweilig empfinden.

Aufgrund der vielen Floskeln, Phrasen und Worthülsen verstehen die meisten Bewerber noch nicht mal, was die Personaler sich genau mit der einen oder anderen Formulierung gedacht haben. Das belegen auch viele renommierte Studien.

Bewerber sind quasi gezwungen, sich Fachliteratur zu kaufen, Bewerbungsratgeber oder im Internet zu recherchieren, um zu verstehen, zu dechiffrieren, was die Personaler sich mit der einen oder anderen Formulierung gedacht haben, was da dahinter steckt.

Wie Sie in Zukunft Stellenanzeigen mit Magnetwirkung texten, erfahren Sie in dieser Video-Serie. Wenn Sie mehr passende Bewerber wollen, abonnieren Sie jetzt den YouTube-Kanal.


Schlechte Bewerbungen? Selbst schuld! | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #2

Immer wieder beklagen sich Personaler bei mir über die miese Qualität der eingegangenen Bewerbungen. Kürzlich erzählte mir ein Personaler: „Herr Haitzer, wenn ich über 50 Bewerbungen am Stück gelesen habe, brauche ich hinterher immer psychotherapeutische Betreuung.“ Ich hoffe, das war ein Scherz, aber mal ehrlich: Jeder von uns hat doch eine schwarze Liste von Floskeln, die wir nun wirklich nicht in Bewerbungsschreiben lesen wollen.

Aber, warum bekommen Sie so viele langweilige Bewerbungen?

Die Wahrheit ist: Sie sind selbst dafür verantwortlich!

Sie kennen doch die Redewendung: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Und die meisten Firmen beginnen doch ihren Recruiting-Prozess mit einer Stellenanzeige, die sich wie folgt anhört:

Wir sind ein international ausgerichtetes Unternehmen. Wir sind Marktführer in der XYZ-Branche. Wir wachsen, dass ich Ihre Chance. Gestalten Sie mit uns die Zukunft. Wenn Sie teamorientiert, belastbar und flexibel sind, passen Sie perfekt in unser Team. Interessiert? Dann senden Sie uns bitte Ihre vollständige Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung.

Ja, und die Bewerber? Die Bewerber denken sich, wenn die mit einem derartigen Blabla beginnen, dann mach ich doch so weiter: „Sehr geehrte Damen und Herren, mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen. Es wäre mir einen Riesenehre, für ein so renommiertes Unternehmen arbeiten zu dürfen. Ich bin flexibel, belastbar und auch noch pünktlich. Und, wenn Sie mich zum Gespräch einladen, das wär echt klasse.“

Wenn Sie gerne außergewöhnliche Bewerbungen lesen wollen, dann müssen Sie mit gutem Beispiel vorangehen.

Nur wer, wer außergewöhnliche Stellenanzeigen, also ansprechende Stellenanzeigen schaltet, bekommt auch ansprechende Bewerbungen.

Und, wie Sie ansprechende Stellenanzeigen texten, das erfahren Sie in dieser Video-Serie. Wenn Sie mehr passende Bewerber wollen, abonnieren Sie jetzt den YouTube-Kanal, damit Sie kein Video verpassen.


Entscheidende Elemente einer Stellenanzeige | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #3

Beim Inhalt von Stellenanzeigen kommen Sie an den berühmt berüchtigten 5 W's nicht vorbei.

WIR sind …
WIR suchen …
WIR erwarten …
WIR bieten …
WIR bitten um …

Die 5 W's sind aus dem letzten Jahrtausend definiert worden, als es noch keine Computer und kein Internet gab. Es ist an der Zeit, die alten Regeln intelligent zu brechen.Als erstes empfehle ich - die Perspektive zu wechseln. Wechseln Sie vom „WIR“ zum „SIE“ oder zum „DU“. Je nachdem, wie es in Ihrem Unternehmen üblich ist.

Stellen Sie die Bewerber in den Mittelpunkt. Statt "WIR sind" schreiben Sie besser "SIE sind". Statt "WIR bieten" besser "Das können SIE von uns erwarten."

Zunächst sollten wir aber ein paar Begriffe definieren, bevor wir über zeitgemäße Inhalte von Stellenanzeigen sprechen.

Stelleninserate, Stellenannoncen und Stellenanzeigen sind die Synonyme für Stellenangebote. Stellenangebote sind der Interessewecker, also quasi nur ein Appetithappen. Mit Ihren Stellenangeboten machen Sie potenzielle Bewerber neugierig, und Sie verweisen die Bewerber auf Ihre Website. Erst auf Ihrer Website präsentieren Sie Ihre Stellenausschreibungen. Stellenausschreibungen sind viel umfangreicher als Stellenangebote. In Stellenausschreibungen beantworten Sie ALLE Fragen, die sich Bewerber typischerweise stellen. Schauen wir uns das genauer an.

Das Medium, also das Werbemittel, gibt den Mindestinhalt Ihrer Stellenangebote vor. Als Inhalt Ihrer Stellenanzeige in der Zeitung oder auf einer Plakatwand reicht der Stellentitel, Ihr Firmenlogo, ein motivierender und aktivierender Satz, natürlich die Webadresse oder ggf. ein QR-Code.

Verabschieden Sie sich von dem Gedanken in allen Medien und am Ende auf Ihrer Website die GLEICHEN Stellenanzeigen zu veröffentlichen.

Das Internet hat die Regeln für Stellenanzeigen vollkommen verändert. Passen Sie den Inhalt Ihres Stellenangebots an das jeweilige Medium an.

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Schreib das nie in Stellenanzeigen | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #4

Produktwerbung nervt! Fast immer – oder? Werbefuzzis wollen uns Banalitäten als Neuheiten verkaufen. Unser neuestes Auto lässt sich jetzt auch lenken. Und stellen Sie sich vor: Wenn Sie wollen, fährt es auch geradeaus. Das Beste: Wenn Sie fest bremsen hält das Auto an. Dieses Werbe-bla-bla ist tatsächlich vollkommen bescheuert!

In der Personalwerbung läuft’s aber auch nicht besser. Viele Texter von Stellenanzeigen werden offenbar vom gleichen Clown trainiert.

Praktisch alle Arbeitgeber sind „renommiert“ und „regional“ oder sogar "international ausgerichtet".
Auf jeden Fall irgendwie "führend", und natürlich "enorm innovativ". Viele bieten „Karriere mit Zukunft“. Ist das nicht toll? „Mit Zukunft?“ Mit was denn sonst möchte man rufen. Es gibt „vielseitige Tätigkeiten“ und jede Menge „interessante Aufgaben“. Wer erledigt dann eigentlich die ganzen Routinearbeiten?

Ach ja, es gibt „flache Hierarchien“, „ein gutes Arbeitsklima“ und „lauter nette Kollegen“. Mal so ganz unter uns: Wo arbeiten dann eigentlich die ganzen Idioten?

Sie zahlen entweder ein „Gehalt“ oder eine „attraktive Vergütung“. Und selbstverständlich bekommt man auch „Sozialleistungen“. Welche Sozialleistungen genau sagt natürlich kein Mensch.

Und bevor ich’s vergesse: "Weiterbildung" gibt es auch und jede Menge "Spaß"!

Hand auf’s Herz:  Ist ein Bewerber schlauer, wenn er solche Stellenanzeigen liest? Nicht wirklich, oder?

Streichen Sie aus Ihren Stellenanzeigen alle nichtsagenden Floskeln, Banalitäten und Selbstverständlichkeiten. Schreiben Sie Klartext! Sagen Sie den Bewerbern ganz genau, was SIE konkret von anderen Arbeitgebern unterscheidet.

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Die erfolgreichste Stellenanzeige aller Zeiten | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #5

Sie erfahren jetzt, mit welcher Stellenanzeige der Antarktisforscher Sir Ernest Shackleton seine Expeditionsmannschaft gesucht hat. Konzentieren Sie sich jetzt. Achten Sie auf jedes Wort. Wir werden die Stellenanzeige von Sir Shackleton am Ende dieses Videos analysieren. Los geht‘s:

Männer für eine gefährliche Reise gesucht: Geringe Bezahlung. Eiseskälte. Lange Monate vollständiger Dunkelheit. Ständige Gefahren. Rückkehr ungewiss. Bei Erfolg: Ehre und Anerkennung.

Das war‘s! Kurz, prägnant und ohne Blabla auf den Punkt, oder?

Bevor ich mit Ihnen das Prinzip und die Wirkung von Sir Shackletons Anzeige analysiere, schauen wir uns an, wie sich heutzutage eine Standardanzeige in Deutschland für die gleiche Zielgruppe anhören würde:

Wir sind ein führendes, international ausgerichtetes Unternehmen der Event- und Forschungsbranche. Unsere Produkte und Dienstleistungen setzen Maßstäbe. Wir planen heute schon für morgen, denn Erfolg ist kein Zufall. Wir wachsen – das ist Ihre Chance! Gestalten Sie mit uns die Zukunft! Für eine Reise in den Süden suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen. Erleben Sie Natur pur! Wenn Sie teamorientiert und flexibel sind, Sie analytisch denken, kreativ, verantwortungsbewusst, durchsetzungsstark und serviceorientiert sind, dann passen Sie perfekt in unser Team. Interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung.

Sicher sind Ihnen die Unterschiede sofort fallgefallen. Gehen wir kurz die wichtigsten fünf Punkte gemeinsam durch
1. Sir Shackleton brauchte nur 22 Wörter – Die Standardanzeige ist fast 4 Mal so lang.
2. Sir Shackleton schreibt Klartext – In der Standardanzeige steht nur Blabla, Shackleton hingegen spricht auch unangenehme Dinge deutlich an.
3. Sir Shackleton’s Anzeige ist extrem spannend – Die Standardanzeige liegt auf einer Spannungsskala von 1 bis 10, wenn der höchste Wert 10 ist, bei „minus 2“.
4. Sir Shackleton arbeitet mit Storytelling – er schaltet unser Kopfkino an! Die Standardanzeige hingegen taugt eher als Schlafmittel.
5. Sir Shackleton’s Anzeige hat Magnetwirkung – Die passenden Bewerber werden angezogen, die unpassenden abgestoßen. Weicheier bewerben sich auf Shackletons nicht. Es wird sich auch kein Kandidat mit überzogenen Gehaltsvorstellungen bei ihm bewerben. Die Standardanzeige hingegen zielt auf alle, spricht also am Ende garkeinen direkt an.

Nehmen Sie sich ein Beispiel an Sir Shackleton. Schalten Sie ab sofort nur noch authentische, zielgruppenrelevante, und wettbewerbsdifferenzierende Stellenanzeigen!

Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

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Stellenanzeigen mit Magnetwirkung | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #6

Jetzt mal ganz ehrlich – Haben Ihre Stellenanzeigen Magnetwirkung?

Das physikalische Phänomen der „Magnetwirkung“ wird immer wieder als Metapher für menschliche Verhaltensweisen gebraucht. Menschen werden von einer Person, einer Sache oder auch einem attraktiven Arbeitgeber „magnetisch“ angezogen, heißt es umgangssprachlich. In diesem Zusammenhang wird nur an die Anziehungskraft gedacht. Magnete sind jedoch Körper, die andere Körper nicht nur anziehen, sondern auch abstoßen. Magnete wirken außerdem nur auf Gegenstände aus ferromagnetischen Materialien. Bei „Stellenanzeigen mit Magnetwirkung“ geht es darum, dass sich ausschließlich die passenden Bewerber angezogen fühlen. Außerdem gilt es, ungeeignete Kandidaten abzustoßen. Und die leidenschaftslosen Leser soll die Stellenausschreibung kaltlassen. Gute Stellenanzeigen sind Stellenangebote mit Magnetwirkung. Gute Stellenanzeigen polarisieren! Das Ziel ist klar. Aber, wie geht das nun konkret?

Mit den Texten Ihrer Stellenanzeigen müssen Sie „Gegensätze schaffen“. Sie müssen die Leser in drei Lager spalten. Richtig gemacht, wird des Menschen geben, die Ihre Anzeige sehr anspricht und es wird welche geben, die sofort merken, dass Ihr Angebot nicht für sie gedacht ist. Und es wird Leser geben, die mit Ihrem Angebot nicht in Resonanz gehen, also Menschen, die es nicht anspricht – sie also vollkommen kalt lässt.

Am einfachsten erreichen Sie die Magnetwirkung mit detailliert beschreibenden Texten. Bewerber müssen erfahren, wie genau der Arbeitstag und die Arbeitswoche ablaufen. Es muss klar sein, mit wem bei Ihnen im Haus sich Bewerber später abstimmen müssen. Neben dem genau beschrieben Anforderungsprofil muss es auch ein gewünschtes Verhaltensprofil gegeben, das konkret ausgearbeitet wurde. Nur so können Bewerber erkennen, ob die ausgeschriebene Position zu ihnen passt, oder eben nicht.

Beim Ausarbeiten Ihrer klaren, eindeutigen, emotionalen und polarisierenden Texte wünsche ich Ihnen viel Spaß und Erfolg! Wenn Ihnen das Video gefallen hat, geben Sie mir bitte ein „Like“. Auch über Kommentare freue ich mich natülich.

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Stellenanzeige: Wenn keiner dir glaubt | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #7

"Es war einmal ...“ so beginnen viele Märchen. Storytelling ist zwar auch in Stellenanzeigen ausdrücklich erlaubt, aber bleiben Sie bei der Wahrheit. Immer! In Stellenanzeigen sollten Sie also keine Märchen erzählen. Bewerber merken es, wenn Sie versuchen, ihnen einen Bären aufzubinden.

Die Jobbörse StepStone hat für eine Studie 25.000 Fach- und Führungskräfte gefragt, welche Aussagen sie in Stellenanzeigen für unglaubwürdig halten. Schauen wir uns zwei Beispiele genauer an:

Beispiel 1: „Bei uns bekommen Sie beides: die Vorteile eines Großkonzerns und den Unternehmergeist eines Start-ups.“ Dreiviertel der potenziellen Bewerber glauben nicht, dass diese Aussage stimmt! Genau genommen müsste Mal erst mal beschreiben, was genau die Vorteile eines Großkonzerns sind. Aber das nur nebenbei. Großkonzerne erscheinen Jobsuchenden wahrscheinlich zu strukturiert und zu unbeweglich. Jedenfalls bringen sie das Arbeiten in einem Konzern nicht mit dem Arbeiten in einem kreativen Startup zusammen.

Beispiel 2: „Wir vereinen hohe Leistungsorientierung und gelebte menschliche Werte.“ 70 % glauben das nicht! Leistungsorientierung mit menschlichen Werten zu verbinden, hört sich nett an, weckt jedoch Misstrauen. Damit eine solche Aussage glaubhaft wird, müssen ganz konkrete Beispiele nennen. Solange Sie nicht eindeutige, also nachvollziehbare Beweise liefern, sind solche Aussagen nichts weiter als heiße Luft.

Es gibt noch eine weitere Studie, die uns klarmacht, dass Bewerber die Inhalte von Personalwerbung sehr kritisch beurteilen. Es geht in der Studie um die kommunizierte Arbeitgebermarke im Vergleich zur tatsächlichen Praxis: Über 80% Prozent der befragten Mitarbeiter bestätigen, dass die versprochenen Werte nicht gelebt werden. Jeder Bewerber mit halbwegs gesundem Menschenverstand wird Ihre Werbebotschaften also kritisch überprüfen. Bleiben Sie in Ihren Stellenausschreibungen also bei der Wahrheit. Und – ganz wichtig: Belegen Sie alle Ihre Aussagen mit konkreten und nachvollziehbaren Beispielen.

Wenn Sie es wirklich ernst meinen, sprechen Sie mir jetzt diesen Schwur nach: „Ich schwöre, dass ich in Stellenanzeigen die reine und volle Wahrheit und nichts als die Wahrheit schreiben werde!“

Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

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Stellenanzeige: Die Würze liegt in der Kürze | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #8

„Lieber Freund, heute schreibe ich Dir einen langen Brief, da ich keine Zeit hatte, Dir einen kurzen zu schreiben.“

Dieses Zitat wird in verschiedenen Abwandlungen Voltaire, Goethe, Twain, Marx, und einigen weiteren Persönlichkeiten zugeschrieben. Es kann uns egal sein, wer diesen Satz tatsächlich als Erster gesagt hat. Das Zitat regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Wieso ist ein langer Text schneller geschrieben als ein kurzer? Das klingt im ersten Moment paradox.

Was passiert beim Schreiben? Wir schreiben typischerweise, wie wir denken. Unsere Gedanken reihen sich zufällig aneinander. Auch solche, die sich mitunter widersprechen.

Wenn es schnell gehen muss entsteht ein langer, langweiliger, unstrukturierter, schlechter Text. Das gilt auch fürs Texten von Stellenanzeigen!

Der Journalist und Zeitungsverleger Joseph Pulitzer bringt für uns die Regeln guter Texte auf den Punkt: Schreibe kurz und sie werden es lesen, schreibe klar und sie werden es verstehen, schreibe anschaulich und sie werden es behalten.

In diesem Video schauen wir uns vor allem die Text- und Satzlänge an.

Werfen Sie aus Ihrer Stellenzeige alles Überflüssige raus. Ihr Text ist nicht dann vollkommen, wenn Sie nichts mehr hinzufügen können, sondern dann, wenn Sie nichts mehr weglassen können. Kürzen Sie großzügig!

Die Satzlänge entscheidet darüber, ob Leser den Inhalt sofort verstehen. Die Presseagentur dpa geht als Obergrenze für „optimale" Verständlichkeit von nur 9 Wörtern pro Satz aus. Ein Satz in der BILD-Zeitung besteht durchschnittlich aus 12 Wörtern. Mehrere Sprachwissenschaftler halten 15 Wörter für die Obergrenze „leicht verständlicher Texte“.

Fragen Sie also jedes Komma, ob es nicht lieber ein Punkt geworden wäre.

Um es Ihnen zu ersparen, die Länge von Wörtern und Sätzen zu zählen, habe ich den Text-Optimierer entwickelt. Dieses Online-Tool zeigt Ihnen auf einen Blick, wie verständlich die Texte Ihrer Stellenanzeigen sind. Unter www.stellenanzeigen-texten.de können Sie sich kostenlos anmelden. Probieren Sie’s doch gleich aus!

Beim Optimieren Ihrer Stellenanzeigen wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Wenn Ihnen das Video gefallen hat, geben Sie mir bitte ein „Like“. Auch über Kommentare freue ich mich natülich.

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Vermeide den fatalsten Fehler in Stellenanzeigen! | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #9

Ihre Stellenanzeigen sind nur ein Element im Marketing-Mix. Und garantiert nicht das wichtigste!

Bevor Sie eine Stellenanzeige schalten, müssen Sie um das Herzstück Ihrer Recruiting- und Personalmarketingaktivitäten kümmern. Die Drehscheibe, der Mittelpunkt, das Zentrum oder liebevoll „das Herzstück“ genannt, ist und bleibt Ihre Karrierewebsite.

Jeder Stellensuchende, der über ein Stellenangebot auf Ihr Unternehmen aufmerksam wurde, schaut sich auf Ihrer Website um. Jeder! Vorausgesetzt natürlich, der Interessent findet Ihre Karrierewebsite oder Ihren Karrierebereich überhaupt. Und da sind wir bereits beim ersten der vier wichtigsten Punkte, die ich in diesem Video mit Ihnen besprechen möchte. Es geht um die Auffindbarkeit, die Inhalte, die Ansprechpartner und die Mobiltauglichkeit.

1. Die Auffindbarkeit

Ihr Karrierebereich muss von der Startseite und jeder anderen Unterseite aus mit nur einem Klick erreichbar sein. Der Link ist mit dem Begriff „Karriere“ beschriftet. Der Karrierelink ist nicht etwa kaum lesbar irgendwo in der Fußzeile neben dem Impressum versteckt, sondern ganz oben in der Hauptnavigation.

2. Die Inhalte

Auf Ihrer Website veröffentlichen Sie bitte nicht 1:1 Ihre Stellenanzeigen, sondern die viel umfangreicheren Stellenausschreibungen. Den Unterschied habe ich im Video Nummer 3 bereits beschrieben. Das Video verlinke ich oben in der Leiste. In dem Video habe ich auch darauf hingewiesen, dass Sie auf Ihrer Karrierewebsite alle Fragen beantworten sollten, die sich Bewerber typischerweise stellen. Ihre Karrierewebsite sollte sehr, sehr viel mehr Inhalt bieten als nur Ihre Stellenangebote.

3. Die Ansprechpartner

Nennen Sie auf Ihrer Karrierewebsite die Ansprechpartner zur Beantwortung allgemeiner und fachlicher Fragen. Für die fachlichen Fragen im Idealfall also den direkten Vorgesetzten. Neben einem freundlichen Bild geben Sie die Telefonnummer und die persönliche E-Mail-Adresse an. Auch ein Link zum Profil der Ansprechpartner bei XING, oder im internationalem Umfeld bei LinkedIn sollte nicht fehlen.

4. Die Mobiltauglichkeit

Sorgen Sie für mobile Erreichbarkeit Ihrer Karrierewebsite. Interessierte sollten also auch mit dem einem Tablet oder dem Smartphone auf Ihrer Website zurechtkommen. Mobil optimiert – man spricht dann auch von „Responsive Design“ – bedeutet, dass sich die Ansicht automatisch auf die Bildschirmgröße des jeweiligen Endgerätes anpasst. Vor allem bei Smartphones kann es auch zusätzlich bedeuten, dass im Sinne einer schnellen Ladezeit, besonders umfangreiche Inhalte nicht angezeigt werden.

Das waren meine vier Empfehlungen zur Optimierung Ihrer Karrierewebsite.

Bevor Sie die nächste Stellenanzeige schalten, sollten Sie sich Ihren JOB-Shop, also Ihre Karrierewebsite, sehr genau anschauen. Falls Sie Optimierungspotenzial erkennen, gehen Sie die Punkte zügig an. Bringen Sie Ihre Karrierewebsite auf Vordermann!

Dabei wünsche ich Ihnen viel Kreativität, aber auch viel Spaß und Erfolg!

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Wollen Frauen andere Stellenanzeigen als Männer? | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #10

Was ist eigentlich typisch Mann? Und was typisch Frau? Was interessiert Männer? Und was interessiert Frauen?

  • Männer schauen gerne Fußball und trinken Bier.
  • Männer können nicht zuhören.
  • Männer interessieren sich für Technik und schnelle Autos.
  • Männer können keine Gefühle zeigen – geschweige denn, darüber reden.
  • Männer denken ständig an Sex und sind generell triebgesteuert.
  • Männer hassen Shopping-Touren.
  • Männer sind karriereorientierter als Frauen.

Und wie schaut’s beim „zarten Geschlecht“ aus?

  • Frauen können weder Autofahren noch einparken.
  • Frauen haben keine Ahnung von Technik.
  • Frauen brauchen immer Stunden im Badezimmer.
  • Frauen reden viel zu viel, egal ob persönlich oder am Telefon.
  • Frauen stehen auf Liebesfilme und Romantik, haben aber trotzdem selten Lust auf Sex.
  • Frauen lieben Shopping über alles und haben einen großen Schrank voller Schuhe.
  • Frauen können sehr gut zuhören und sind multitaskingfähig.

Soviel zu den typischen Klischees und dem Unterschied der Geschlechter.

Viele Sprachforscher behaupten, dass Männer und Frauen in verschiedenen Sprachwelten leben. So gäbe es viele männliche Adjektive wie beispielsweise mutig, impulsiv, dominant, analytisch, entscheidungsfreudig, durchsetzungsstark, eigenständig, ehrgeizig, selbstbewusst und beharrlich.

Frauen fühlten sich besonders angezogen, wenn sie Worte lesen wie engagiert, loyal, gewissenhaft, ehrlich, empathisch, sensibel, gutgelaunt, zuverlässig, teamorientiert, bescheiden, fürsorglich, kooperativ und zuverlässig.

Das Thema „Frauensprache“ und „Männersprache“ bietet eine Steilvorlage für die Schwarzweißmalerei, Verallgemeinerungen und Schablonen. Es gibt sogar Anbieter von Bewerbermanagementsystemen, die eine „Frauenfänger-Software“ versprechen. Was für ein Unfug!

Hier hilft uns gesunder Menschenverstand. Lassen Sie uns nachdenken!

Selbstverständlich gibt es auch empathische, sensible, zuverlässige und teamorientierte Männer. Das weibliche Geschlecht hat diese Eigenschaften nicht exklusiv für sich gepachtet. Und, liebe Männer, es gibt natürlich auch sachlich argumentierende Frauen, die ehrgeizig, dominant und beharrlich sind, die analytisch denken und durchsetzungsstark sind.

Es ist sicher so, dass sich die Mehrzahl der Männer und Frauen mehr zur jeweiligen geschlechterspezifischen Sprache hingezogen fühlen. Es sind jedoch bei weitem nicht alle. Meiner Erfahrung nach liegt der Wert irgendwo zwischen 65% und 70%.  Der entscheidende Punkt für die perfekte Stellenbesetzung ist nicht die Frage, welches Geschlecht die heißbegehrten Talente haben. Der entscheidende Punkt ist, ob der Kandidat oder die Kandidatin genau das Verhaltensprofil hat, das Sie für die jeweilige Position als ideal definiert haben.

Beschreiben Sie also in Ihrer Stellenanzeige genau, wie Ihr Traumkandidat oder Ihre Traumkandidatin „ticken“ muss. Das, und nur das, führt dazu, dass Sie die vakante Position, unabhängig vom Geschlecht, perfekt besetzen.

Die Verwendung von Verhaltensprofilen hat einen sehr positiven Nebeneffekt: Wenn Sie sich auf die detaillierte Beschreibung des gewünschten Verhaltensprofils fokussieren, schreiben Sie ganz automatisch Stellenanzeigen weniger der sonst üblichen Floskeln.

Beim Texten von Verhaltensprofilen für ihre Stellenausschreibungen wünsche ich Ihnen viel Einfallsreichtum, Spaß und Erfolg!

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So vermeiden Sie ganz einfach alle Floskeln... | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #11

Nahezu alle Stellenanzeigen und Stellenausschreibungen sind reine Textwüsten. Lange Sätze und lange Wörter. Aufzählung von Banalitäten. Juristisch klingender Nominalstil statt lebendigem Verbalstil.

In diesen Textwüsten blüht nichts. Es ist staubtrocken. Das Atmen fällt schwer. Heiße Luft. Nichts als heiße Luft.

Finden die Leser in diesen Textwüsten ihren Traumjob? Nein – natürlich nicht! Das mit dem Traumjob entpuppt sich für Bewerber als Fata Morgana. Wenn sie genau schauen, sehen sie nur Blabla und Wischiwaschi, Floskeln und Phrasen, Gefasel und Geschwafel. Kein Wunder, dass die Bewerber nicht verstehen, wer konkret gesucht wird. Und welche Qualifikationen zu welchem Zweck erforderlich sind. Bewerber sind schließlich keine Hellseher.

Ich wundere mich immer wieder, dass die meisten Personaler glauben, ihre Stellenanzeigen seien klar und eindeutig formuliert. Welch ein Irrtum! Bewerber haben nicht den Hauch einer Chance zu erahnen, was genau Sie unter der einen oder anderen Formulierung in Ihrer Stellenanzeige verstehen.

Eine einfache Übung wird verdeutlichen, was ich damit meine. Nehmen wir einen Klassiker. Gesucht wird ein flexibler Mitarbeiter. Was genau könnte man als Bewerber unter dem Wort „flexibel“ verstehen? Am besten Sie stoppen das Video jetzt. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und schreiben alles auf, was jemand unter dem Begriff „flexibel“ oder „Flexibilität“ verstehen könnte. Ich verspreche Ihnen ein echtes Aha-Erlebnis! Wenn Sie meiner Empfehlung folgen und diese kurze Übung mitmachen, stoppen Sie jetzt das Video.

Willkommen zurück aus dieser Übung! Wie viele unterschiedliche Bedeutungen haben Sie für „flexibel“ oder „Flexibilität“ gefunden? In Workshops kommen die Teilnehmer bei jeder Floskel immer auf mindestens 10 bis 15 unterschiedliche Bedeutungsmöglichkeiten. Schauen wir uns an, was sich Bewerber fragen, wenn ein „flexibler“ Mitarbeiter gesucht wird:

  • Wird ein Allrounder, also so eine Art Eierlegendewollmilchsau, gesucht?
  • Muss ich viele, vielleicht sogar unbezahlte, Überstunden leisten?
  • Gibt es einen wechselnden Schichtdienst?
  • Ist mein Gehalt stark vom Ergebnis abhängig?
  • Verdiene ich sehr wenig?
  • Werden freie Tage und der Urlaub unterbrochen?
  • Muss man spontan und alleine Entscheidungen treffen?
  • Suchen die einen „Ja-Sager“, also einen Mitarbeiter ohne Rückgrat?
  • Gibt es ständig wechselnde Aaufgabe und Zuständigkeiten?
  • Suchen die ein Chamäleon, das sich ständig an neue Chefs, an neue Regeln und neue Organisationen anpasst?
  • Brauche ich einen Führerschein und ein eigenes Auto?

Das waren auf die Schnelle 11 verschiedene Dinge, die zutreffen können. Es gibt sicher noch weitere Unklarheiten oder Interpretationsmöglichkeiten.

Das gleiche Spiel können wir übrigens mit belastbar, teamorientiert und den vielen anderen Floskeln spielen. Auf der Website www.stellenanzeigen-texten.de finden Sie mehrere Infografiken dazu. Und es gibt auf stellenanzeigen-texten.de auch den „Text-Optimierer“, das ist ein kostenloses Softwareprogramm, mit dem Sie Ihre Stellenanzeigen schnell und einfach auf Floskeln überprüfen können.

Wie kommen Sie nun dem Dilemma raus? Klar ist, dass wir keine Floskeln verwenden sollten. Dann suchen wir uns halt für „flexibel“ ein anderes Wort, oder? Wie wär’s mit beeinflussbar, formbar, beweglich oder dem neuen Trendwort agil? Das ist es auch nicht, oder? Falls Sie eine Floskel, durch ein Synonym, also ein anderes Wort mit gleicher Bedeutung, ersetzen, sind Sie genauso weit wie vorher.

Die einzige Möglichkeit, die Sie haben, ist es, konkrete Situationen zu beschreiben. Schreiben Sie in Ihren Stellenausschreibungen ganze Sätze bzw. ganze Absätze, statt nichtssagende Floskeln aufzulisten.

  • Welche Aufgaben muss der Bewerber erledigen?
  • Wer sind seine internen und externen Kunden?
  • Warum soll er es tun?
  • Wie sollen die Aufgaben erledigt werden?
  • Wie sehen die Rahmenbedingungen aus?
  • Und, wie genau soll das Ergebnis sein?

Wenn Sie möchten, dass Bewerber genau verstehen, was Sie von ihnen erwarten, müssen Sie Geschichten erzählen. Beschreiben Sie beispielsweise, wie ein typischer Arbeitstag aussieht oder eine typische Arbeitswoche.

Beim Storytelling wünsche ich Ihnen viel Spaß und viel Erfolg!

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Siezen oder Duzen? – das ist die Frage! | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #12

Es tut sich was in Sachen Unternehmenskultur. Auch im Sprachgebrauch. Das „Du“ vermittelt eine neue Lockerheit. Und im Recruiting möchte man nicht zuletzt den begehrten jungen Generationen gefallen. Neben Start-ups und jungen Unternehmen gibt es mittlerweile auch Konzerne mit flächendeckender Duz-Kultur – bis hinauf zum Vorstand. Einige Unternehmen, wie beispielsweise IKEA, Duzen sogar alle Kunden.

Das mit dem „Du“ ist eigentlich keine Kleinigkeit. Das „Du“ ist schließlich nicht irgendein Personalpronomen. Das „Du“ ist freundschaftlich und vertraut. Einem anderen das „Du“ anzubieten bedeutet, sich gegenseitig nicht mehr als fremd zu betrachten. Eigentlich eine nette Sache.

Das „Du“ könnte von Ihrem Gesprächspartner aber auch als unhöflich oder respektlos wahrgenommen werden – im schlimmsten Fall sogar als beleidigend.

Selbst wenn in der Stellenanzeige und auf der Website des Unternehmens konsequent im „Du“ gesprochen wird, sind Bewerber sehr verunsichert. Jahrzehnte ist ihnen eingetrichtert worden, wie Bewerbungen auszusehen haben: akkurat, formell und seriös. Die meisten Bewerber möchten also Formfehler machen, um nicht bereits in der Vorselektion durch’s Raster zu fallen. Bewerber stellen sich also die Frage: Wie spreche ich meinen potenziellen Arbeitgeber korrekt an? Hierzu fünf Tipps für Ihre Stellenanzeigen und den weiteren Recruiting-Prozess:

  1. Definieren Sie konkret, wie Sie vorgehen wollen. Denken Sie an Praktikanten, Azubis, Duale Studenten, Mitarbeiter, Führungskräfte und welche Gruppen Sie sonst noch unterscheiden. Duzen Sie ALLE Bewerber in Ihren Stellenanzeigen oder machen Sie Unterschiede bei verschiedenen Berufsgruppen oder Hierarchiestufen?
  2. Falls Sie Bewerber Duzen, machen Sie es bitte durchgängig im gesamten Stelleninserat. In vielen Stellenanzeigen steht zunächst alles auf „Du“ und am Ende dann aber Sätze wie „Sollten SIE weitere Fragen, wenden SIE sich an…“.
  3. Achten Sie auch darauf, dass Sie nicht nur in der Stellenanzeige, sondern in der gesamten weiteren Kommunikation beim „Du“ bleiben. Das beginnt auf Ihrer Karriere-Website, geht über das Bewerberformular bis hin zur Eingangsbestätigung und der gesamten weiteren Kommunikation per E-Mail, SMS oder Brief. Natürlich gilt das auch für alle Telefonate und die persönlichen Gespräche.
  4. Am besten informieren Sie Ihre Bewerber auf der Website, wie Sie das mit dem „Du“ oder dem „Sie“ halten. Ist das „Du“ in Ihrer Unternehmenskultur verankert? Duzt jeder jeden, oder wie läuft es genau bei Ihnen? Mit einer klaren Ansage nehmen Sie insbesondere den Bewerbern, die Sie in Ihren Stellenanzeigen duzen, die Unsicherheit, wie Sie gerne angesprochen werden möchten.
  5. Zum Schluss noch eine Bitte, verehrter Herr Klaus Muster und liebe Frau Tina Beispiel. Falls Sie Bewerber Duzen, sollten Sie auch akzeptieren, wenn Ihnen Bewerber schreiben: Hallo Klaus, oder liebe Tina. Das wäre dann ein echter Dialog auf Augenhöhe und nicht nur ein „Du“ als Marketing-Gag.

Egal, ob „Du“ oder „Sie“ - Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihren Stellenanzeigen!

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Die Vorschau auf die nächsten Videos "Erfolgreiche Stellenanzeigen mit Magnetwirkung" und Ihre Ideen und Wünsche zu weiteren Themen

Montag, 16. Juli 2018 - Stellenanzeigen: Die beste Kopiervorlage | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #13

Es gleicht der Suche nach dem „Heiligen Gral“. Ähnlich rastlos sind die Personaler seit Jahrzehnten auf der Suche nach der Wunderwaffe im Personalmarketing. Gesucht wird DIE perfekte Stellenanzeige. Gibt es die überhaupt?

Montag, 23. Juli 2018 - Dürfen Stellenanzeigen humorvoll sein? | Aufzugsfahrt zu beeindruckenden Stellenanzeigen #14

Stellenanzeigen sind eine ernste Sache, eine sehr ernste. Wenn es was zu lachen gibt, dann wird meist über die Stellenanzeige und nicht wegen der Stellenanzeige gelacht. Aber, dürfen Stellenanzeigen überhaupt humorvoll sein?

Jetzt sind Sie gefragt. Legen Sie IHR Thema fest!

Sagen Sie mir, was für Aspekte bei Stellenanzeigen für Sie wichtig sind. Was genau sollte Thema in einem der nächsten Videos sein? Schreiben Sie Ihre Frage oder Ihren Themenwunsch einfach in die Kommentare.

Jede Woche erscheint ein neues Video. Abonnieren Sie jetzt kostenlos den YouTube-Kanal von Axel Haitzer, damit Sie kein Video verpassen. Besuchen Sie jetzt auf YouTube den Video-Kanal unter www.QUERGEiST.TV und klicken Sie dann auf den roten Button "ABONNIEREN".

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